OER Metadaten Für Alle (OMA)
Jun 2, 2021 @ 21:41

Diese Session richtet sich an selbstveröffentlichende Autoren von OER und Betreibern von Repositorien für OER.

Ich möchte gerne Feedback einzuholen für eine Idee, die ich fast beim Prototype Fund eingereicht hatte. Meine initialen Fragen dazu gibt es nach einem kurzen Abriss des Nutzens.

Was ist OMA ?

OER Metadate für Alle (OMA) soll ein niederschwelliges selbst hostbares Repositorium für maschinenlesbare Metadaten zu OER und Werkzeugen/Services sein.

OMA richtet sich an selbst veröffentlichende Autoren von OER.

Kernfunktion 1: Metadaten anbieten in Autorenrepositorien

Zuvorderst soll OMA eine leicht integrierbare Software/Erweiterung/Service sein mit denen selbstveröffentlichende Autoren Metadaten zu ihren OER standardkonform und maschinenlesbar anbieten können.

Warum sollte ich das wollen? Als selbstveröffentlichender Autor ist es schwer in großen Materialdatenbanken aufzutauchen. Für den Betreiber der Datenbank ist es effizienter Quellen mit vielen Materialien einzulesen, als Quellen mit wenigen Materialien.

Diesem Skaleneffekt kann aber ein Stück weit begegnet werden in dem es selbstveröffentlichende Autoren besonders einfach machen ihre Inhalte zu konsumieren. Dies zu ermöglichen ist der erste Teil von OMA.

Kernfunktion 2: Vernetzung von Autorenrepositorien

Einer der größten Engpässe im OER Materialumfeld ist die aufwändige Kuration. Die qualitative Bewertung und Sortierung der guten von den verbesserungswürdigen Inhalten. Dazu sollen individuelle Autorenrepositorien sich dezentral/föderal zusammenschließen können, sich sozusagen folgen können.

Entlang dieses Graphen wird eine Qualitätseinschätzung generiert. Reputation entsteht durch die Aufnahme der Metadaten in den Repositorien anderer. Beispielhaft kann eine Lehrer:in in ihrem Repositorium angeben, dass die Materialien im Repositorium der Kolleg:in im Bereiche Mathematik, Sekundarstufe 2 auch in ihrem eigenen Repositorium auftauchen sollen. Das ist sozusagen eine Qualitätsaussage über die Kurationsarbeit der Kolleg:in im Bereich Mathematik, Sekundarstufe 2.

Da Kernfunktion 1 bereits eine hohe techn. Qualität der Metadaten bewirkt, kann Kernfunktion 2 sehr spezifisch und aus einer fachlichen Perspektive umgesetzt werden.

 

Lieber Sessionteilnehmer

Was war deine erste Reaktion auf die Idee?

  • klingt interessant/nützlich für jmd. den ich kenne oder mir
  • ich weiß nicht wie das helfen soll
  • die Idee löst kein Problem, dass ich habe

Teilt ihr die Einschätzung, dass das Auftauchen in großen Repositorien schwer/schwieriger werden wird? Warum/Warum nicht?

Teilt ihr die Einschätzung, dass das Auftauchen in großen Repositorien ein lohnenswertes Ziel/Aufgabe für selbstveröffentlichende Autoren ist?

Wie werden selbstveröffentlichende Autoren zukünftig arbeiten? Eigene Materialien hauptsächlich auf der eigenen Plattform/Blog/Webseite anbieten oder Eigene Materialien hauptsächlich in den Materialplattformen anderer (z.B. Tutory) anlegen und eventuell im eigenen Auftritt noch verlinken?

 

Im Anhang noch der Fastantrag für den Prototype Fund, für mehr Details zu einer möglichen prototypischen Umsetzung (hautpsächlich Kernfunktion 1): prototype-fund oai-pmh fuer alle

Wer bis hier gelesen hat wird belohnt mit dem Hinweis, dass „OMA“ aus meiner Sicht definitiv einer der ungeeignetsten Namen für dieses Projekt ist und sich ändern muss.

2 Antworten
  1. Hallo Christian,
    danke für Deine Session. Beim Lesen kamen mir spontan zwei Fragen in den Sinn:

    1. Ist Dein Plan ähnlich dem, was WirLernenOnline macht oder verstehe ich als Unterschied richtig, dass OMA dezentraler angelegt ist und von OER-Produzierenden selbst genutzt werden könnte – und dann z.B. auch mit so etwas wie WLO verknüpft werden könnte?
    2. Wie niederschwellig könnte so etwas sein? (Ich veröffentliche z.B. OER über meinen Blog auf ebildungslabor.de/blog. Wie einfach könnte solch ein OMA sein, dass ich es mit wenigen Klicks einrichten kann? Ich befürchte, dass – wenn es zu nerdig ist – die Verbreitung nicht gelingen würde.)

    LG Nele

    • 1) OMA ist eine Hilfe um Metadaten so aufbereitet anbieten zu können, dass WLO es leicht konsumieren kann. es geht also darum, dass eine Content Quelle wie das ebildungslabor Blog für WLO einfach zu konsumieren wird. Insofern viel dezentraler. Es gibt ja auch keine Redaktion wie bei WLO. Die These ist, dass die meisten selbstveröffentlichenden Autoren mit Blog oder anderen CMS arbeiten. Insofern sind Metadaten eher mit Fokus auf SEO ohne bildungsspezifische Auszeichnungen vorhanden.
      Beispiel: Eventuell hast du das Schlagwort „Mathematik“ und „7. Klasse“ verwendet. Was du wahrscheinlich nicht tust ist das ganze das ganze einzuordnen in Metadatenvokabulare für die Bildungspläne der Bundesländer (obwohl eine grobe Einordnung bereits möglich ist anhand der beiden Schlagworte).

      2) ja, wenige Clicks. Im Grunde ist die Idee, dass du die Schnittstelle installieren musst, diese aber eigentlich nur ein PHP Skript ist, welche Dateien aus einem Ordner als Datenbasis nimmt. Dazu gibt es dann Crawler und Transformationsschritte um diese Dateien zu erzeugen. Die Crawler und Transformationsschritte können entweder selber gehostet werden (für die nerdigen OER Autoren, die vlt. mehr Kontrolle über den Prozess wollen) oder werden zentral bereitgestellt. Es wird aber keine zentralisierte Datenhaltung geben (außer aus Cachinggründen). Aber am Ende bleiben die Inhalte bei dir und die Metadaten auch.

      Die Transformationsschritte werden vom Autor mitgestaltet (z.B. Kategorien die du schon verwendest gemappt auf bestimmte Vokabulare).

      Und es wird für die bekanntesten CMS hoffentlich die Möglichkeit geben den Skohub Editor als Plugin zu verwenden um konkret Bildungsrelevante Metadaten zu vergeben. Aber das wäre schon Advanced Usage.

      Das Ziel ist den bisherigen Modus Operandi des Autors beizubehalten aber es ermöglichen im Bildungs-/OER-Metadatenumfeld etablierte und gut geeignete Standards und Vokabulare bestmöglich und möglichst automatisch zu unterstützen.

      Große Contentplatformen wie z.B. Serlo brauchen das nicht, für diese zentral arbeitenden Quellen ist es sicher effizienter das ganze in der eigenen Platform zu lösen.

      WLO ist quasi ein gutes Beispiel. Es gibt deutlich weniger Materialien von selbstveröffentlichenden Autoren, weil es für WLO je Quelle gleichviel Aufwand ist und eine Quelle mit 1000 Materialien am Ende also fast genauso viel Aufwand wie eine Quelle mit 500000 Materialien bedeutet.

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