Hybride Lernsettings auch in Präsenz weiter nutzen?!
Jun 2, 2021 @ 13:22

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Kurze Inhaltsangabe:

Ich stelle in einem 15-Minuten Video kurz meine Überlegungen zum hybriden Lernsetting dar. Ich stelle verschiedene Modelle vor. Abschließend stelle ich die Frage, was wir davon in Zukunft behalten sollten.

 

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Welche Erfahrungen hast du mit hybridem Lernen gemacht?

https://cryptpad.fr/pad/#/2/pad/edit/bXrNYh6BOrOvUOGdePifpOPn/

 

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Link zum Video: https://www.loom.com/share/4caeba5e7a0c4e8fa8f39959ec84a87d

Folien gibt’s hier:

https://www.canva.com/design/DAEgJeli4yc/kTenUgSWsgJU2dlXCxcY-A/view?website#2:das-hybride-lernsetting-im-pr-senzunterricht


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Ich freue mich auf eure Diskussionsbeiträge hier in den Kommentaren.

 

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Welches sind die absolut wichtigen Erkenntnisse aus dieser Session? Notiere sie gerne noch kurz.

https://cryptpad.fr/pad/#/2/pad/edit/f6VjSMeWq1qV8jVLQ5J88g72/

 

12 Antworten
  1. Habe was interessantes von Nele gefunden. https://ebildungslabor.de/blog/hybrid2/

  2. Zu hybridem Lernen hat Philipe Wampfler ebenfalls viel in petto.
    https://schulesocialmedia.com/2020/05/16/praesenz-und-fernunterricht-kombinieren/ zum Beispiel. In einer seiner (aktuelleren) #digifernunterricht Podcast-Episoden erklärt er den Begriff außerdem sehr gut.

  3. Erst einmal DANKE für den tollen Vortrag. Die Beispiele waren sehr interessant. Einige Umsetzungen davon konnte ich schon auf twlz lesen, in Vernetzung mit neuen Prüfungsformaten.

    Ja, ich denke, dass diese verschiedenen Alternativen und Herangehensweisen der Unterrichtsgestaltung für die SuS vorbildhaft sein können (problemlösende Strategien anwenden und vorleben)

  4. Gerade für projektorientiertes Arbeiten habe ich mit meiner 11. Klasse den Wert hybrider Strukturen erlebt. Gerade die Offenheit für kurze zielgerichtete „Meetups“ ist hier ein genialer Ergänzungsbaustein für den Schulalltag. Auch Klassengeschäfte lassen sich dynamischer regeln, wenn nicht in Präsenz hinter den Leuten hergelaufen werden muss. Ich habe den Eindruck, dass die SuS diese neue Geschwindigkeit in Abläufen schätzen.

  5. Ich bin noch am Verarbeiten …
    Im Video werden verschiedene hybride Lernsettings vorgestellt, die bestimmt gute Ideen beinhalten, für mich aber recht abstrakt klingen. Vielleicht hänge ich mich aber auch zu sehr an dem Thema Gruppen- / Teamarbeit oder auch an (noch) nicht so vertrauten Begrifflichkeiten auf.
    Grundsätzlich gehe ich wohl recht ähnlich im Physikunterricht vor, egal ob in Präsenz oder im Distanzlernen:
    – Motivation mit Kernidee und zentraler Frage (darin enthalten Interessens- und Vorwissensabfrage bzw. -Aktivierung)
    – Auftrag mit experimentellem Bezug, Arbeit im „Lerntagebuch“
    Nun aber eher eine Mischung aus singulären Anteilen (Schreiben) und Gruppenanteilen (Experimentieren), dann Zusammenführung in irgendeiner Art und Weise.
    Dabei ist es – bis auf den Bereich der Experimente – eigentlich nahezu egal, ob das in Präsenz oder digital stattfindet. Benötige ich denn dann den Begriff „hybrid“ überhaupt …?

    Anderer Aspekt: Das alles kostet immens viel Zeit im Unterricht. Zeit, die unser Bildungsplan oft so nicht lässt.
    Ich hänge aber dennoch daran, bestimmte Inhalte vermitteln zu wollen, einen Bildungsplan daher nicht fallen lassen zu wollen. Ich hänge nämlich am „klassischen“ Bildungsgedanken.
    Bin ich mit dieser Denke zu nah an „Planpädagogik“?

    Und: Was ist mit jüngeren Kindern / Jugendlichen? Was ist mit denen, die sich eben nicht gut selbst oder in Gruppen organisieren können? Was sind Eure / was sind Deine Erfahrungen dazu?

    Sicher werde ich unser LMS (Moodle) auch in Zukunft weiter nutzen, denn das dezentrale Einstellen von Lernprodukten mit der Möglichkeit der individuellen Rückmeldung finde ich wirklich sehr gut. Überhaupt: Die direktere Vernetzung mit den SuS über das LMS empfinde ich einen Mehrwert aus der Distanzlernphase. Wird dieses aber überdauern? Ich bin gespannt auf meine ersten Stunden diese Woche, in denen ich meine SuS nach ca. einem halben Jahr zum ersten Mal wieder in Präsenz treffe: Werden Sie weiterhin regelmäßig in Moodle hineinsehen oder wird das LMS sofort „abgelegt“ werden? Hier bedaure ich, dass wir kein Messenger-System haben, denn dieses würde sicher leichter weiterbehalten werden (hinsichtlich des Punktes der Vernetzung).

    Also: Noch nicht zu Ende gedacht, nur ein paar „lose Fäden“ zu dem interessanten Beitrag.
    Danke für die Anregungen!

    • Werden die Schülerinnen und Schüler das LMS weiterhin nutzen?

      Das hängt mit grosser Wahrscheinlichkeit davon ab, wie viel Anleitung die bekommen. Bei uns sind die Angebote auf dem LMS unterdessen derart umfassend, dass die Lernenden Anleitung brauchen, damit sie die passenden Lernobjekte finden. Diese kommen dann auch im Unterricht im Klassenzimmer zum Einsatz. Ein amerikanischer Bildungsforscher hat es einmal so formuliert: „Ein Dutzend Hilfslehrer in deiner Klasse.“

      Das trifft es recht gut, wenn man einen solchen „Blended learning“-Ansatz verfolgt. Die Schülerinnen und Schüler geraten nicht mehr wegen jeder trivialsten Rückmeldung in die Abhängigkeit der Lehrperson (oder des Lösungsordners), sondern sie können ihren Fähigkeiten entsprechend selbständig lernen und im eigenen Tempo arbeiten.

      Die Lehrperson kann sich dann auf alles konzentrieren, was Automatismen nicht leisten können. Dazu gehören selbstverständlich auch Rückmeldungen zu individuellen Arbeiten.

  6. Tolle Modelle und Ideen! Auf den ersten Blick finde ich alles sehr geeignet für die Phasen des Wechselunterrichts. Aber wie soll man das konkret im Präsenzunterricht umsetzen? Die Schüler sind da nunmal alle in der Schule. Sie dann in mehreren Räumen zu verteilen, damit sie nicht vom gleichen Ort aus online miteinander arbeiten, ergibt für mich keinen Mehrwert. Das hätte für mich etwas von einem künstlichen Setting, nur um das Hybride aufrecht zu erhalten.

    • Es geht darum, nicht in den alten Strukturen zu denken, den Klassenraum aufzubrechen. Das ist momentan schwer. Auch für meine Schüler:innen ist das nicht leicht, sie kennen es ja so. Neulich habe ich mal den Versuch unternommen und ihnen einen Arbeitsauftrag über die Lernplattform gestellt und gesagt, dass sie damit zunächst mal selbstverantwortlich und ohne mich beginnen sollen. Was haben sie gemacht. Alle zusammen im Klassenraum brav gewartet. Einige haben den Auftrag gelesen, aber darüber gesprochen hatte keiner. Daher hatte auch 95% nichts gemacht. Sie warten brav bis ich im Raum bin und Anweisungen gebe. Ich präzisiere: die Anweisung in real life gebe. Auch bei ihnen scheint der Gedanke im Kopf, dass jetzt alles wieder wie vor Corona ist. Obwohl sie jetzt alle schicke neue ipads haben.

      • Anweisungen gebe ich normalerweise mündlich, auch wenn diese auf der Lernplattform in schriftlicher Form vorliegen. Das hat den Vorteil, dass die Schülerinnen und Schüler auch gleich nachfragen können.

        Ausserdem habe ich die Erfahrung gemacht, dass auch Erwachsene nicht immer mit schriftlichen Anweisungen vorkommen, manchmal weil es den Lesern, häufiger aber den Schreibenden an den entsprechenden Kompetenzen mangelt.

        Abgesehen davon, ist es eine Gewöhnungssache, wie sich Schülerinnen und Schüler im Schulzimmer verhalten. Auch der „Blended Learning“-Ansatz muss erarbeitet werden – und zwar von allen Seiten. Es hilft, wenn man damit 30 Jahre Erfahrung hat, schützt aber auch dann nicht immer vor kläglichstem Scheitern.

  7. Was wir glaube ich alle in Zeiten der Pandemie gelernt haben ist, sich überhaupt erst einmal von „alten Strukturen“ befreien zu dürfen; manche haben dies mit Sicherheit auch als müssen empfunden. Jeder hatte die Möglichkeit im kleinen Rahmen (digitales Austeilen von PDFs und Einsammeln ohne Feedback) oder im großen Rahmen (Austausch, kollaboratives Arbeiten, Feedbackkultur, zeitgemäßes Prüfungsformat) sich aufzustellen. Das hing einerseits von den digitalen (Hardware) Vorraussetzungen, hauptsächlich aber von einer Haltungsfrage eines jeden ab. Da ich meinen Unterricht auch lange Zeit vor Corona schon auf Augenhöhe und nicht rein Lehrerzentriert abgehalten habe, war es für meine SuS jetzt nicht unbedingt etwas völlig Neues, sich selbstständig Inhalte zu erarbeiten. Für mich kam glücklicherweise dazu, dass wir als Schule mit ms Teams ein LMS haben, welches sehr vieles ermöglicht. Dazu habe ich selber auch noch einiges dazu gelernt in den letzten Monaten (breakoutrooms, Aufgabenmanagement in teams, miro, taskcards, scrum etc. als nützliche Visualisierungswerkzeuge). Für mich ist es nur logisch diese Möglichkeiten weiter zu nutzen, egal was im Herbst kommen wird. Präsenz-, Wechsel-, Distanzunterricht oder als „Königsdisziplin“ Hybridunterricht, ich habe für mich meine Erfahrungen sammeln können und freue mich, diese in meinem „Bauchladen“ zur Verfügung zu haben und diese ständig erweitern zu dürfen (z.B. durch eigenständiges Fortbilden bei Fobizz oder ähnlichem). Mir persönlich helfen dabei settings wie die edunauten, mobile Schule, WES 4.0 oder viele andere ungemein, da nur durch Austausch und Vernetzung wirklich etwas bewirkt werden kann (ade Einzelkämpfertum)
    Gruß Andreas

  8. Toller Beitrag.
    Ich finde es besonders wichtig, dass wir das Thema Prüfungen und Noten angehen. Ansonsten sind im Hinterkopf immer noch Strukturen von alten Mustern verankert und blockieren uns.
    Ansonsten kann ich nur ermutigen und ausprobieren. Vieles geht und wir sollten jetzt nicht alles zurück drehen. Neue didaktische Elemente sind raum- und zeitunabhängig.

  9. Vielen Dank für deinen durchaus sehr interessanten Vortrag! Besser könnte man die Zusammenhänge gar nicht erklären. Besonders interessant finde ich die neuen Arten von Lernprodukten als alternative Prüfungsformate. Das Beispiel mit dem Lernvideo oder einem Podcast könnte ich mir als gängiges Prüfungsformat sehr gut vorstellen. Aber auch das Thema Noten und Beurteilung sollte man hinsichtlich des neuen hybriden pädagogischen Raumes auf jeden Fall ansprechen.

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