[in Bearbeitung] Wie kann Lehrenden ermöglicht werden, die doppelte Herausforderung zu bewältigen, adäquaten Kulturzugang sowohl selbst zu erhalten als auch ihrerseits wieder zu ermöglichen?

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[in Bearbeitung] Wie kann Lehrenden ermöglicht werden, die doppelte Herausforderung zu bewältigen, adäquaten Kulturzugang sowohl selbst zu erhalten als auch ihrerseits wieder zu ermöglichen?

    • Alexandra Hessler
      Teilnehmer
      Themen: 2
      Antworten: 2

       

      Hier geht es zur eingerichteten Gruppe.

      Wie bringt man Online-Lernen an die Schulen, wenn einige Lehrende einfach nicht wollen, und „dieses Internet“ schlicht doof finden?

      Welche Strategien kann man fahren, welche einfachen Einstiegstools zur Überzeugungsarbeit nutzen?

      Was bietet sich für „unerfahrene“ Lehrende (und Schulen) konkret an?

      • Dieses Thema wurde geändert vor 11 Monaten, 2 Wochen von Nele Hirsch.
    • Daniela
      Teilnehmer
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      Antworten: 1

      Hallo Alexandra, ich glaube das ‚Können‘ ist nicht ganz unwichtig im Zusammenhang mit ‚wollen‘ und ’sollen‘. Hier ist wohl Unsicherheit im Spiel. Etwas doof zu finden ist manchmal einfacher als ein ’nicht können‘ einzuräumen.

       

       

    • Grosty
      Teilnehmer
      Themen: 1
      Antworten: 1

      Ich denke, vielen Lehrenden fehlt das Wissen und sie haben Angst sich vor Schülern zu blamieren. Dabei wäre gerade das eine Chance.

    • Anna Krimlowski
      Teilnehmer
      Themen: 1
      Antworten: 5

      Wir sind auch auf einem Gymnasium in dem eine Digitalisierung bisher nicht vorhanden ist. Die Lehrer sind teilweise sehr offen und haben teilweise aber auch Angst. Ich habe lange Zeit versucht hier etwas zu bewegen, musste aber feststellen, dass der Förderalismus und die sehr weit verteilten Kompetenzen hier ein schnelles Handeln scheinbar unmöglich machten…. Nun ist Covid da und auf einmal wird ein Onlinelernportal des Landkreises von heute auf morgen freigeschaltet….

    • Heike Kellner-Rauch
      Teilnehmer
      Themen: 5
      Antworten: 7

      Das ist auch meine Frage: Wie kann Lehrerfortbildung im Horizont der Digitalität stattfinden, so dass auch Mediendidaktik eine Rolle spielt – obwohl das außenherum so ‚dislike‘ ist…

    • Joanna Burchert
      Teilnehmer
      Themen: 0
      Antworten: 1

      Genau das beschäftigt meine Arbeitsgruppe auch gerade – wir machen berufliche Weiterbildung. Wir denken daran, einige – nicht zu viele! – Tools und Beispiele vorzustellen, die eingebunden sind in ein allgemeines Konzept für die Umsetzung des Trainings (z.B. Mix aus interaktiven Vorträgen online und Aufgaben, die in Gruppen/ allein bearbeitet werden). Das schließt – neben der Aussage: ja, Du kannst das! – also eine pädagogische Argumentation ein. Soweit der Plan heute. 😉

    • Sylvia
      Teilnehmer
      Themen: 1
      Antworten: 2

      Wichtig finde ich die Motivation herzustellen, als Voraussetzung sich für das „Neue“ zu öffnen und es zu erkunden. Aber wie kann man jemanden motivieren? Ich denke, dass man Neueinsteiger nicht überfordern sollte. Vielleicht könnte man ein Konzept erdenken, dass ein Neueinsteiger im Digitalen mit jemanden, der online Lernen bereits anwenden kann „paart“. So kann jemand, der überhaupt keine Erfahrung oder Lust auf online hat, zuschauen, mitdenken und fragen, ohne selbst zu viel Verantwortung in einem Bereich übernehmen zu müssen, der unbekannt ist und evtl. auch Angst macht. Peer-to-peer – unter Pädagogen.

    • Anonym
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      Hallo zusammen =)

      Die derzeitige Situation kann möglicherweise auch als opener genutzt werden, schließlich stellt sich für die meisten Lehrer*innen nun die ganz konkrete Frage „Wie kann ich nun meine Lehr-/Lernpraxis gestalten?“ – und dies hat Potenzial =)

      Denn ausgehend von dieser konkreten Fragestellung lassen sich niederschwellige Möglichkeiten, auch für kritische Kolleg*innen schaffen.
      Hierbei kann der Fokus vlt. erst einmal mehr auf Vernetzung und gemeinsamer Erarbeitung von Hilfestellungen, Inhalten und Unterrichtsszenarien erfolgen – dies aber wirklich niederschwellig und die Kolleg*innen lernen im eigenen Tun

      Vorstellbar wären beispielsweise:

      • erste Videokonferenzen* um die Situation und Ausgangslage zu besprechen – hierfür gibt es kostenlose und offene Lösungen (*riot.im, jitsi.rog)

      • Fragen, Ideen und Möglichkeiten zu der aktuellen Situation im Kontext Lehr-/Lernpraxis können auf diversen Boards* gesammelt, strukturiert und dazu abgestimmt werden ODER ein Board wird angelegt auf dem die Schüler*innen die Möglichkeit haben aufzuzeigen, was sie sich jetzt von den Lehrer*innen wünschen (*flinga.fi, padlet.com)

      • Zu verschiedenen Fächern und Themenbereichen können AG’s gemeinsam prozessorientierte Frage-/Problemstellungen formulieren, best-practice-Projekte & Methoden recherchieren und diese auf themen-/fachbezogenen Etherpads* zusammentragen – das Ganze funktioniert um so besser wenn (erfahrenere) Lehrer*innen diese moderieren – (*cryptpad.fr, board.net)

      • niederschwellige interaktive Materialsammlungen* können dabei helfen, Kolleg*innen bereits bestehendes Material aufzuzeigen, welche die eigenen Inhalte flankieren ODER können dazu genutzt werden in einer kleinen gemeinsamen Mikro-Lerneinheit, beispielsweise über eine Videokonferenz eigene Materialhäppchen zu erstellen
      (*lerningsnacks.de, learningapps.de)

      • ein Mentor*innen-Team von (erfahrenen) Kolleg*innen aus dem eigenen Team, welche emphatisch und verständnisvoll Impulse geben und „just-in-time“ bereit sind moderativ und ein wenig koordinierend zu begleiten können hier als Verstärker*innen wirken =)

      Das Thema Mentor*innen und/oder Haltungsarbeit wäre evtl. ein neuer Thread =)

      Es soll nicht darum gehen mit Tools um sich zu schmeißen, sondern vielmehr darum, die Situation zu nutzen, um Möglichkeiten der Vernetzung – des prozessorientierten gemeinschaftlichen Arbeitens aufzuzeigen.

      In meiner Praxis habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich die kritischen Kolleg*innen dann für Veränderungen offen zeigten wenn ihrer bisherige Lehrpraxis auch Anerkennung entgegengebracht wird und das Neudenken von Bildung und Lehr-/Lernpraxis nicht nur als individuelles Problem (der Lehrer*in mit Widerständen) sondern als kollektive Aufgabe aller vermittelt wird.

    • André Hermes
      Teilnehmer
      Themen: 2
      Antworten: 11

      Verdammt… jetzt hat der Editor meine Antwort geschluckt. Also noch einmal…

      Bei der Frage, wie man das Kollegium mitnehmen kann, sollte man die infrastrukturellen Rahmenbedingungen beachten. Wenn keine Technkik vorhanden und keine personelle Unterstützungsstruktur etabliert ist, werden sich nur die unbeirrbaren Pioniere auf den Weg machen. Alle anderen drohen an den Wiedrigkeiten der Technik und an dem schnellen Wandel zu scheitern (vgl. hierzu MIAU: https://medienberaterbloggt.de/wie-man-ohne-katzenjammer-lehrenden-das-lehren-in-der-digitalen-welt-ermoeglicht/)

      Ist eine Schule bereits gut Ausgestattet und digitales Lehren und Lernen ist möglich, gilt es Begeisterung zu wecken, Möglichkeiten aufzuzeigen und Unterstützung anzubieten. Das geht aber nicht so nebenbei sondern es muss personell, zeitlich und finanziell ernsthaft berücksichtigt werden. Eine jährliche SchiLF, ein ausreichendes Budget für zahlreiche externe Fortbildungsveranstaltungen und ein eigener Medienberater (oder gar ein Team) pro Schule sind wünschenswerte notwendige Aspekte für ein solches Vorhaben (vgl. hierzu: https://medienberaterbloggt.de/medienberater-an-die-schulen/)

    • Anonym
      Inaktiv
      Themen: 0
      Antworten: 2

      Um das Nachdenken über digitales Lernen zu öffnen, schlage ich den Umweg über eine Analogie vor (eine Zusammenfassung findet sich am Ende):

      1. Digitale Tools sind Werkzeuge: wie ein Hammer ermöglicht es mir bestimmte Handlungen. 2. Das Tool prägt das, was ich machen kann: mit einem Hammer kann ich nicht schrauben. 3. Vom Werkzeug sind das Material und die Handlungen zu unterscheiden: Hammer, Nägel, Wand, das Hämmern. 4. Das Ergebnis begründet den Einsatz des Werkzeugs und Materials in einer Handlung: am Ende soll z. B. ein Bild an der Wand hängen. 5. Immer gibt es Alternativen: man kann ein Bild auch ankleben, während man an dieselbse Stelle auch ein Regal anbringen könnte, dass man dann besser andübeln sollte. 6. Wenn man innehält, ergeben sich auch grundsätzliche Überlegungen: Sollte man ein Bild nicht besser ankleben, um die Wand nicht zu beschädigen? Ist ein Nagel oder Bohren aber nicht sicherer?

      Soweit die Analogie. Was bedeutet das für Bildung und Digitalisierung?

      1. Digitale Tools sind essentiell, aber nur einer der Faktoren in digitalisierten Lernprozessen. 2. Der Blick auf die Tools darf die Aufmerksamkeit für das Material nicht verlieren: Was ist der Lerninhalt? Was ist das Lernziel? 3. Das Lernziel entscheidet über das eingesetzte Tool, über den Inhalt und die vom Lernenden auszuführenden Handlungen. Das hat sich durch die Digitalisierung nicht geändert.

      tl;dr Man überzeugt andere von digitalem Lernen, indem man vorlebt, wie man auf digitale Weise bisherige Lernziele erreicht, und diese Erfahrungen miteinander teilt.

      (Björn Nölte auf Twitter macht das gut vor.)

    • Jens Lindström
      Teilnehmer
      Themen: 0
      Antworten: 9

      Ich glaube, wir können diese Problem nicht mit noch mehr Tools lösen.
      Dass Lehrkräfte nicht motiviert sind, sich mit der neuen Kultur auseinanderzusetzen, liegt oft nicht daran, dass sie noch nicht das richtige Tool gefunden haben. Insgesamt ist der Einsatz von Tools doch auch gar nicht das, worum es uns in der Schule geht. Viele Lehrkräfte haben ja grundlegend erstmal Angst vor dem Neuen und Unbekannten und wehren aus einer Schutzreaktion ab (egal, ob der Schutz jetzt ihnen selbst oder den Lernenden gilt).
      Meine Strategie, Lehrkräfte ins Boot zu holen, besteht deshalb aus zwei Phasen:

      Phase 1: Problematisierung
      Wir beginnen damit, die aktuelle Lage zu verdeutlichen: Medienkompetenz als Pflichtbestandteil der Lehrpläne, neue Präsentationstechnik in den Klassenzimmern, Möglichkeiten des fachlichen Lernens etc. Um die Vielfalt der Aufgaben von Schule und von möglichen Veränderungen des Unterrichts deutlich zu machen, nutze ich ganz gerne das Modell der vier Rollen aus dem Haus der digitalen Bildung. Und hier lege ich meinen Schwerpunkt nicht auf die Diskussion, warum die App XY so gewinnbringend sein kann. Sondern ich mache darauf aufmerksam, dass es Veränderungen am Lehrplan (Medienkompetenz) gibt, denen wir gerecht werden müssen. Diese Veränderungen decken sich in Teilen mit den Ängsten der Lehrkräfte, weil hier Themen angesprochen werden, in denen sie sich selbst sehr unsicher fühlen.

      Phase 2: Lösungsfindung
      Die Lehrkräfte müssen die Probleme und Chancen akzeptieren und anschließend selbst Vorschläge machen, wie sie diese Probleme lösen wollen. Augen zu und aussitzen ist keine erfolgversprechende Handlungsoption. Beim aktiven Suchen nach Lösungen werden sie irgendwann drauf kommen, dass sie sich mit dem Thema auseinandersetzen müssen, wenn sie wirklich (und das ist ja oft ihre Intention) das Beste für die Lernenden wollen. Also Thematisieren statt Abschotten. Und in diesem Prozess bauen sie häufig auch selbst Ihre Vorurteile und Ängste ab.

      Dabei individuelle Kommunikation:
      Das Problematisieren und der Übergang zur Lösungsfindung ist für einige Lehrkräfte ein harter Brocken, der damit verbunden ist, viele Aussagen, die sie früher getroffen haben, zu überdenken. Viel zu oft wird versucht, sowas in der Lehrerkonferenz auszudiskutieren. Das kann nicht klappen. Neulich habe ich ein schönes Format kennengelernt: die Jahresgespräche. Einmal im Jahr nimmt sich die Schulleitung explizit Zeit mit jeder einzelnen Lehrkraft wenn nötig mehrere Stunden über aktuelle Entwicklungen, Bedarfe, Probleme und Schwierigkeiten zu reden. Das klingt erstmal nach einem großen Zeitinvestment. Und das ist es auch. Aber es zahlt sich langfristig aus. Die Probleme, die entstehen, wenn man diese Art der intensiven persönlichen Kommunikation zwischen Schulleitung und Lehrkraft nicht wählt, sind langfristig gesehen viel zeitraubender, als die Gespräche selbst.

    • Alexandra Hessler
      Teilnehmer
      Themen: 2
      Antworten: 2

      Wow, da sind ja viele tolle Anregungen dabei – genau so habe ich mir das hier vorgestellt 🙂 Kann man also schon mal als gutes Beispiel dafür nehmen, wie gut Vernetzung im Netz funktioniert…

      Wenn also Schulen jetzt plötzlich von jetzt auf gleich auf online umstellen müssen angesichts der Schulschließungen, ist das eigentlich wirklich eine gute Chance, und man muss quasi „nur“ den richtigen Einstieg finden?

      Das Problem: Hier in Bayern gibt es ja Mebis, das allerdings gestern gleich mal überlastet war, und das ja tatsächlich ein wenig zu komplex ist für Lehrende, die von jetzt auch gleich damit arbeiten sollen/müssen, aber noch keine Erfahrung damit haben.

      Die Idee mit den Medienberatern an Schulen finde ich super – das wäre jetzt auch ein guter Zeitpunkt, das zu installieren – gibt es dafür denn schon Ansätze? Wohin kann man sich wenden, wenn man das für die eigene Schule sein möchte? Gibt es so eine übergeordnete Stelle überhaupt?

    • Alexandra Hessler
      Teilnehmer
      Themen: 2
      Antworten: 2

      Und? Habt ihr schon mit eurer Sammlung angefangen und darf man sich davon etwas abschauen?

    • Daniel Feldkamp
      Teilnehmer
      Themen: 0
      Antworten: 1

      Hey Alexandra,

      MedienberaterInnen an Schulen oder gar Teams lassen sich ja vielerorts schon finden. Häufig wächst „Mann/Frau“ durch sein/ihr tun in Schule ja mehr oder wenig freiwillig in eine solche Position hinein. So habe ich es bei uns an der Schule erlebt (BBS in NDS.). Toll ist es natürlich wenn diese Position dann in Schule in irgendeiner Form institutionalisiert/vergütet/wertgeschätzt wird.

      Wir wollen bei uns im kommenden Schuljahr eine Art „Digitale-Sprechstunde“ einführen. 3-4 KuK die jeweils in zwei Unterrichtsstunden in der Schule/vor Ort ansprechbar sind, ggf. in eine festen Raum. KuK und SuS können sich dann kurz aus dem eigenen UN raus und zu uns kommen, oder aber wir kommen zu den SuS/KuK in den Unterricht und unterstützen live-vor-Ort.

      Warum?

      Auf der einen Seite haben die KuK dann einen festeren Rahmen und müssen die Fragen nicht gehetzt in den Pausen stellen, zum anderen werden in Schule häufig dieselben Personen zu technischen oder digi-pädagogischen Themen angefragt, diese haben dann wiederum keine wirklichen Pausen mehr und ein Zuviel an zusätzlicher Belastung.

    • Nele Hirsch
      Verwalter
      Themen: 15
      Antworten: 222

      Sehr, sehr tolle Ideen und Anregungen in diesem Thread!

      Ich springe nochmal ganz an den Anfang. Haltet ihr die eingangs von Alexandra gestellten Fragen für gut geeignete Einträge in unserem geplanten FAQ Online Lernen zeitgemäß (um all Eure Erfahrungen dort dann nochmal systematisch und für andere nachnutzbar aufzubereiten)?

      Sie hatte gefragt:

      Wie bringt man Online-Lernen an die Schulen, wenn einige Lehrende einfach nicht wollen, und „dieses Internet“ schlicht doof finden?
      Welche Strategien kann man fahren, welche einfachen Einstiegstools zur Überzeugungsarbeit nutzen?
      Was bietet sich für „unerfahrene“ Lehrende (und Schulen) konkret an?

      Was meint ihr: Wären das so gute Einträge? Wäre das nur eine Frage oder noch mehr oder ganz anders?

    • Anonym
      Inaktiv
      Themen: 0
      Antworten: 3

      …wenn du mit Einträgen die drei Fragen zur Strukturierung meinst, finde ich diese passend. Es bliebe evtl. noch die Frage: Wie lassen Unterstützungsangebote wzb. Medienberater:innen oder kollegiale Mentor:innen bilden und implementieren?

    • Nele Hirsch
      Verwalter
      Themen: 15
      Antworten: 222

      Gut, dann wäre die Oberfrage (= der FAQ-Eintrag) wohl:

      Wie überzeugt man Kolleg/innen vom Online-Lernen und bringt es in die Schulen?

      Und darunter könnten wir die Antworten dann anhand der genannten Themen erarbeiten.

       

    • Norman Mewes
      Teilnehmer
      Themen: 6
      Antworten: 12

      Ich würde die Frage gern anders stellen: Gerade im Zusammenhang mit den sich rapide verändernden Möglichkeiten des Kulturzugangs kommen wir immer mehr weg von einer Didaktik 1. Ordnung (Vermittlung) zu einer Didaktik 2. Ordnung (Ermöglichung). Was uns für die Lernenden-als-Schüler*innen sinnvoll erscheint, sollte für Lernende-als-Lehrende ebenso sinnvoll sein.

      Insbesondere in der gegenwärtigen Lage, in der Lehrende im wahrsten Sinn des Wortes vor einer Herausforderung stehen, die durch eigenes Lernen bewältigt werden muss, möchte ich deshalb fragen: „Wie sieht ein Konzept aus, das Lehrenden ermöglicht, die ihnen die doppelte Herausforderung zu bewältigen, adäquaten Kulturzugang sowohl selbst zu erhalten als auch ihrerseits wieder zu ermöglichen.“

      Zwei Bemerkungen dazu:

      – Mir schwant das der Begriff pädagogischer Doppeldecker dabei ein Rolle spielen wird.

      – Mein persönliches Anliegen ist der Blick von der Schulleitung her: Inwiefern ist das Führungsaufgabe?“ Würde mich freuen, wenn sich Menschen fänden, die andere Perspektiven ergänzen mögen.

    • Norman Mewes
      Teilnehmer
      Themen: 6
      Antworten: 12

      Oh je, nicht Korrektur gelesen -_-

      Die Frage nochmal einfacher: „Wie kann Lehrenden ermöglicht werden, die doppelte Herausforderung zu bewältigen, adäquaten Kulturzugang sowohl selbst zu erhalten als auch ihrerseits wieder zu ermöglichen.“

    • Nele Hirsch
      Verwalter
      Themen: 15
      Antworten: 222

      Hallo,

      könnten wir diese Frage:

      „Wie sieht ein Konzept aus, das Lehrenden ermöglicht, die ihnen die doppelte Herausforderung zu bewältigen, adäquaten Kulturzugang sowohl selbst zu erhalten als auch ihrerseits wieder zu ermöglichen.“

      irgendwie im Zusammenhang mit den von Wiebke gestellten Fragn beantworten:

      https://edunauten.de/members/wiebkegebler/forums/

      Diese Fragen wären erst einmal viel allgemeiner formuliert, aber damit könnte man da die Antworten auch sehr offen erarbeiten. Wir können die Frage hier aber auch gerne als zusätzlichen FAQ-Eintrag aufnehmen.

      Was meint ihr?

       

    • Norman Mewes
      Teilnehmer
      Themen: 6
      Antworten: 12

      Die Frage nach dem Umgang mit Widerstand, die in der Ausgangsfrage steckt (und – mindestens auch – als Führungsaufgabe zu sehen ist), ist in meiner Reformulierung enthalten. Ich meine aber, allein daran anzusetzen wäre wenig systemisch.

    • Anonym
      Inaktiv
      Themen: 0
      Antworten: 3

      Ich finde die Frage „Wie kann Lehrenden ermöglicht werden, die doppelte Herausforderung zu bewältigen, adäquaten Kulturzugang sowohl selbst zu erhalten als auch ihrerseits wieder zu ermöglichen?“ ebenfalls sehr spannend, habe aber (auch) eher das Gefühl, dass diese besser der Fragestellung von Wiebke Gebler zugeordnet werden kann.

    • Maik Riecken
      Teilnehmer
      Themen: 1
      Antworten: 7

      Ich schalte einmal in den Dystopiemodus – passt ja gut zu dem da draußen:

      Aus der Kulturgeschichte wissen wir ganz gut, was mit Menschen und Individuen geschieht, die ein neues Leitmedium nicht in ihr Bild von Welt integrieren können oder nicht die dafür notwendigen Privilegien haben.

      Ganz platt: Im alten Ägypten gab es Menschen, die lesen uns schreiben konnten und es gab Menschen, die konnten das nicht. Die Lebenschancen und -entwürfe der beiden Gruppen waren unterschiedlich.

      Wenn es sich bei Digitalien um einen Leitmedienwechsel handelt (und nur dann!), stehen – zumindest nach historischen Verständnis – die Chancen gut, dass es Menschen geben wird, die sich selbstbestimmt in diesen neuen Räume bewegen und Menschen gibt, die das nicht tun (das ist heute aber weit weniger eine Frage von Privilegien wie im alten Ägypten).

      Letztlich geht es dann um Mündigkeit. Zusätzlich stellt Schule (öffentlicher Dienst) einen Schutzraum dar, die die Wirkungen des Leitmedienwechsels noch ganz gut wegpuffert. Wer außer Lehrkräften wird bei voller Bezahlung jetzt für mindestens zwei Wochen freigestellt? Wer außer Beamten hat – zumindest wirtschaftlich – vorerst ein derart gesicherte wirtschaftliche Perspektive?

      Ich glaube nicht, dass die Angst eine Angst vor der Technik ist. Viele Menschen spüren intuitiv, dass sich da etwas viel Fundamentaleres ändert.

      Ohne Handlung geht es m.E. in die persönliche Unmündigkeit.

      Ganz krass:

      Sie können sich ändern (selbstbestimmt, aktiv) oder sie werden geändert (fremdbestimmt, getrieben).

      Ich möchte jeden maximal unterstützen auf dem Weg der Selbstbestimmung. Ich kann gut damit umgehen, dass jemand für sich Entscheidungen trifft. Ich kann bei Erwachsenen weniger gut damit umgehen, wenn sie andere für die Konsequenzen in die Pflicht nehmen.

    • Norman Mewes
      Teilnehmer
      Themen: 6
      Antworten: 12

      Die Fragen von Wibke wären mir zu offen, deshalb habe ich mich an diese Ausgangsfrage gehängt. Ich denke nicht, dass Antworten allein bei den Lehrenden zu suchen sind. Ich möchte nicht bloß herausfinden, was das geeignet Maßnahmenbündel zu ihrer Unterstützung wäre und wie die Lehrenden bitteschön mal an ihrer Haltung arbeiten müssten. Solche Antworten wären aber bei so offenen Fragen möglich (andere auch, aber das ist nicht der Punkt).

    • Nele Hirsch
      Verwalter
      Themen: 15
      Antworten: 222

      Gut, dann packe ich deine Frage in den Betreff und markiere sie mit [Offen] als gefundene Frage. Herzlichen Dank fürs Denken und Entwickeln!

    • Norman Mewes
      Teilnehmer
      Themen: 6
      Antworten: 12

      Hallo Maik, grüß dich!

      Ich verstehe nicht, worauf du hinauswillst. Ich meine, in der gegenwärtigen Situation erleben viele Lehrende (auf verschiedenen Ebenen), dass „der Wandel da draußen“ fundamental mit ihren Arbeitsbedingungen zu tun hat. Und sie müssen damit umgehen lernen, ganz schnell (weil sie’s vorher allmählich nicht wollten, schon klar). Im Moment ist da draußen für mich ein großer Schaukasten, in dem sich beobachten lässt, wie Menschen mit der Herausforderung des Etwas-Lernen-müssens (im subkektwissenschaftlichen Sinn) umgehen. Dabei gut zuzuschauen halte ich für sehr lehrreich in Hinblick auf die Zeit nach Corona. Genau das, was du beschreibst, beobachte ich diese Woche schon seltener als vorher. Ich bin sehr überrascht, was plötzlich alles geht. Warum ausgerechnet jetzt dystopisch werden?

    • Nele Hirsch
      Verwalter
      Themen: 15
      Antworten: 222

      Vielen Dank fürs Einrichten der Gruppe. Für alle Interessierten: Hier werden Antworten auf die Frage erarbeitet 🙂

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